TG Konz – HSG Wittlich 26:31 (15:16)
Quelle: mosel-handball.de

Einen „Pokalkracher“ kündigte der Hallensprecher in Konz an, doch dies wurde die Begegnung bei weitem nicht. Die beiden Spitzenteams der RPS Liga fanden nur schwer ins Spiel, leisteten sich technische Fehler in der ersten Minuten, in denen die Gäste aus Wittlich überhaupt nicht zu ihrem Rhythmus fanden, keine Ruhe in ihr Spiel brachten und zu unvorbereitet den Abschluss suchten. Dies bestraften die Gastgeberinnen, die über 3:1 auf 6:3 den Vorsprung ausbauten und über 10:5 und 13:8 in der 20. Minute scheinbar davon zogen. Doch unverständlicherweise hatte die Mannschaft von Trainer Sascha Burg jetzt ihr Pulver verschossen, verlor komplett die spielerische Linie, versuchte wie der Gast immer wieder, den Ball an den Kreis „durch zu stecken“. Dagegen steigerte sich der Wittlicher Abwehrverband zusehends und die Konzer Angreiferinnen fanden schlicht keine Mittel mehr, um sich durchzusetzen. Die Torflaute der Gastgeberinnen hielt über 15:16 zur Pause bis zum 17:23 in der 45. Minute. Innerhalb von 25 Minuten kippte die Begegnung mit 4:15 zugunsten der Eifelanerinnen. Vom 16:18 bis zum 17:23 war es Tanja Nykytenko, die mit sechs Treffern in Folge für ihr Team von der Konzer Abwehr nicht mehr zu halten und mit ihren 19 Treffern die überragende Torschützin war. Das Zusammenspiel zwischen dem Konzer Abwehrverband und Torhüterin Dani Vogt stimmte in dieser Phase überhaupt nicht, Vogt ging bei diesem Spielstand aus dem Kasten. Drei Treffer der Konzerinnen in Folge zum 20:23 ließen die Hoffnung beim Konzer Publikum aufkommen, zumindest eine spannende Schlussphase zu erleben. Doch die Gäste verteidigten jetzt ihren drei-Tore-Vorsprung, hatten in Torhüterin Anne Siol im zweiten Spielabschnitt eine starke Keeperin zwischen den Pfosten, die nicht nur zwei Siebenmeter der TG Werferinnen entschärfte, sondern auch einige Hundertprozentige. So plätscherte die Begegnung über 22:25 und 24:29 auf einen 26:31 Sieg des Tabellenführers der RPS Liga, die HSG Wittlich hin. Beide Mannschaften blieben in dieser Pokalbegegnung den Nachweis ihrer tatsächlichen Leistungsstärke schuldig.

TG: Vogt und Moske – Steil (4), Glass (3); Charlier (1), Irsch (7/1), Lehnert (3), Wulff (3/2), Mohr (3), Demmerath, Weinandy (1).

HSG: Siol, Ruppert und Scharfbillig – Nykytenko (19/6), Lang, Meeth (3), Barthen (3), Blasius (1), Kieren (1), Schilz (2), Lukanowski (2).